Back in Germany

Liebe TeilnehmerInnen, so schnell kann es gehen! Das Schicksal hat mir (vorerst) nur ein halbes Jahr USA gegönnt - jetzt habe ich einige Aufgaben hier zu erledigen. Unter anderem freue ich mich darauf wieder zu unterrichten und mit Euch meine USA-Erfahrungen zu teilen. Die Yogaferien sind in Planung und nehmen schon Gestalt an - wir werden voraussichtlich für den Herbst 2012  die ersten Ferien veranstalten. Bis dahin werde ich die Zeit mit Seminaren, Reisen und Unterrichten hier in Deutschland verbringen. Ich würde mich freuen Euch bald wieder zu sehen, zu hören oder zu lesen (oder alles zusammen). Eure Inge

Juli/August/September 2011 – Neues aus den USA

 
Liebe TeilnehmerInnen, der Sommer ist (endlich) vorbei! Für Arizona war es der heißeste Sommer in der Geschichte. Die Augusttemperaturen lagen keinen Tag unter 40° C – Spitze war 48° C. 50° C ist es leider nicht mehr geworden, hätte mich schon interessiert wie sich das so anfühlt. Jetzt liegen wir noch immer über 30° C, aber das fühlt sich richtig gut, richtig nach Sommer an.
Den Juli habe ich zum Großteil im kühlen Deutschland verbracht. Der erste Geruch, den ich nach meiner Ankunft ganz bewusst wahrgenommen habe war frisch gemähtes Gras – das hatte ich tatsächlich drei Monate überhaupt nicht mehr gerochen. Auch das satte Grün, das die Natur uns durch den vielen Regen beschert hat in Arizona Seltenheitswert. Wir warten hier noch immer auf den Monsun, den großen Regen der die Staudämme füllt, die Luft abkühlt, den Staub aus der Luft nimmt und die Wüste zum erblühen bringt.
Ich bin inzwischen nach South Phoenix umgezogen, ganz nahe am South Mountain und dessen Park, hüte einen Garten mit allerlei (Wild-)Tieren und genieße die Natur um mich herum. Yoga und Meditation, sowie auch die Kriya-Yoga-Lessons sind weiterhin fester Bestandteil meines Alltags. Nachdem die größte Hitze nachgelassen hat, bin ich wieder beim Wandern und Biken und immer auf der Suche nach schönen Plätzen auch für Yogaferien.
Ich habe Euch nicht vergessen und was mich besonders freut – ihr habt mich anscheinend auch noch nicht vergessen. Ich freue mich über Eure lieben Mails und hüte Eure Abschiedsgeschenke wie Schätze (könnt Ihr auf dem Fotos was erkennen?). Und ich freue mich ganz besonders darüber, dass Ihr noch mit und im Yoga seid, dass Yoga Euch durchs Leben begleitet. Bleibt dabei! Eure Inge 
Juni 2011 – Neues aus den USA

Liebe TeilnehmerInnen, der Sommer ist (endlich!) da. Für Phoenix und Umgebung heißt das: ‚we are in the triples‘ – die Temperaturen sind dreistellig: 100° Fahrenheit (= 38° Celsius), 104° (= 40°) und 108° (auf alle Fälle über 40°) – alles schon erlebt und vor allem überlebt. Ich persönlich finde das gar nicht so schlimm, denn die Luft ist trocken und ein schattiges Plätzchen findet man überall. Aber wenn man das ganze Jahr im Sommer lebt, bekommt man wohl eine andere Einstellung. Sowie der Juni naht werden die Einheimischen von Ängsten geplagt, „der Sommer kommt – oh Schreck“. Meine Antwort lautet jedesmal: ich fürchte mich vor dem Winter – ich werde dann jedesmal ganz merkwürdig angeguckt.
Meine Hauptbeschäftigung – ihr habt es sicherlich schon erraten – ist die tägliche Yogapraxis. Ich übe nun schon seit 2 Monaten bei InnerVisionYoga und die Fotos die ich Euch diesmal schicke sind dort im Studio gemacht worden. Ihr seht mich hier (ihr erkennt mich doch sicherlich noch?!) mit Michele, der Mitinhaberin und einer der TrainerInnen von InnerVisionYoga. Das Kursangebot und auch die Vielzahl an Trainern lassen keine Langeweile aufkommen. Außerdem habe ich schon viele Kontakte geknüpft und deshalb entschieden dort noch eine Weile weiter zu trainieren. Inzwischen habe ich auch keine Probleme mit den Anleitungen mehr und meinen amerikanischen Yogawortschatz ziemlich erweitert. Hier ein paar Anleitungen für Euch: cat-cow, crocodile (nicht was Ihr glaubt), butterfly, mountain pose, triangle, runners launch, forward fold (das ist einfach), goddess … ich würde mich freuen von Euch zu hören!
Ich habe mich inzwischen für die Kriya-Yoga-Lessons angemeldet. Die Ausbildung wird dann voraussichtlich im Juli beginnen und geht normalerweise über 3 Jahre. Wie intensiv die Ausbildung dann sein wird, kann ich selbst entscheiden. Zur Zeit nehme ich jeden Freitagabend an der Meditation und am Sonntagvormittag an den ‚Lectures‘ teil. Zwei weitere Abende sind dann geplant, sobald ich mit der Ausbildung beginne. Ich freue mich sehr darauf, denn ich habe das Gefühl auf den richtigen Weg zu sein.
Nun zum Abschluss noch ein Foto mit ‚message‘: Breathe – Atme. Auch wenn Euch das selbständige Üben schwerfällt – atmet – macht Eure Pranayama-Übungen, das geht immer und überall. Eure Inge
 
April/Mai 2011 – Nachrichten aus den USA
Hiking


Liebe TeilnehmerInnen, nun bin ich schon die sechste Woche in meiner neuen Heimat und ich bin immer wieder verwundert, wie schnell die Zeit vergeht. Ich war aber nicht untätig – ich habe die Zeit vor allem für Yoga genutzt und sehr viel Glück bei der Wahl meines Yogastudios gehabt. Gerade einmal 5 Minuten von meinem Apartment entfernt, aber wie sich herausgestellt hat, die beste Einrichtung in ganz Phoenix und Umgebung (was mir zumindest andere Teilnehmer bestätigen, die teilweise 45 Minuten Anfahrtszeit auf sich nehmen). Insgesamt teilen sich die drei Inhaber zwei Studios in Chandler und Tempe und bieten 7 Tage/ Woche insgesamt 100 Stunden an – davon haben wir doch immer geträumt, oder? Und die Stunden haben es in sich; selbst die sogenannten Anfängerkurse fordern vor allem ein hohes Maß an Flexibilität. Es wird wenig dynamisch geübt, aber sehr viel statisch, in teilweise extremen Positionen. Aber es wird auch immer wieder daraufhin gewiesen, dass man seine Grenzen achten soll, wobei der ‚Gruppenzwang‘ schon immens sein kann (durch die jungen,  gut trainierten Teilnehmer, die (noch) zeigen müssen was sie können). Ich sehe das ganz locker, selbst als ‚teilnehmende Yogalehrerin‘ mache ich mir da keinen Stress, zumal ich die ersten Wochen sowieso kaum die Anweisungen verstanden habe. Zu meinem großen Nachteil werden kaum Sanskrit-Begriffe benutzt und ich musste viel bei meinen Nachbarn abschauen, bis ich mich mit Begriffen, wie ‚corps position‘ (= shavasana),‘ butterfly position‘ ( = supta bhadda konasana) vertraut gemacht habe, wobei Anweisungen zu ‚childs position‘ ( = yoga mudra) und ‚warrior‘ (= Held) doch gut zu erraten sind. Schwierig war für mich am Anfang auch, die Lehrer überhaupt zu verstehen. Es wird sehr leise gesprochen und gleichzeitig läuft auch noch Musik im Hintergrund – aber nicht nur ‚relaxing‘ Yogamusik, man darf auch mit allem aus Pop und Rock rechnen, was das ganze für ‚traditionelle‘ Yogalehrer recht interessant macht. Man ist halt in den USA,  ganz offen für Experimente und - traditions?  who cares? Jetzt in der vierten Woche, schwitze ich nicht mal mehr in den Fortgeschrittenenkurse,  muss aber ab und zu noch beim Nachbarn checken, ob ich alles richtig verstanden habe. I’m making progress – how nice!

Meine Samstags-Lieblingsbeschäftigung ist das wandern – ‚hiken‘, wie man hier sagt. Eine schöne Möglichkeit die Umgebung von Phoenix kennenzulernen und einen Tag in der Natur zu verbringen. Den letzten Samstag habe ich bei ca. 40 Grad den ‚Hausberg‘ – Camelbackrock – bestiegen (anbei ein Foto vom Gipfel), wobei ‚Besteigen‘ der tatsächlich richtige Ausdruck ist – ich habe mich den ganzen Weg nach oben (und dann auch wieder nach unten) wie eine ‚bayrische Berggams‘ gefühlt – wenig Entspannung, aber viel Muskelkater.

Meine Sonntagsbeschäftigung hat sich durch einen glücklichen Zufall oder vielleicht auch durch eine Fügung/ Bestimmung (?) ergeben. Ich wurde zu einem ‚Kirchenbesuch‚ eingeladen – die Kirche hat sich als Tempel der ‚Self-Realization Fellowship‘ offenbart, eine internationale, religiöse Gemeinschaft gegründet 1920 von PARAMAHANSA YOGANANDA! Vielleicht könnt Ihr Euch erinnern, dass ich Euch seine ‚Autobiografie eines Yogi‘ ans Herz gelegt habe? Und das ist eines der wenigen Bücher, das noch Platz in einem meiner beiden Koffer gefunden hat! Gibt es solche Zufälle? – Eure Inge.


März 2011

Liebe TeilnehmerInnen, ich möchte Euch für Eure Treue und Aufmerksamkeit danken.
Die Zeit mit Euch war sehr schön und ich werde sie ganz sicher missen. Leider ist es
mir nicht mehr gelungen, Euch einer anderen Yogalehrerin anzuvertrauen und Ihr seid
nun gefordert, einen neuen Platz zu finden. Mein Wunsch an Euch ist, diese Veränderung
als eine Chance zu sehen - nehmt sie wahr und bleibt auf Eurem Yogaweg.
Namaste, Eure Inge. 

PS: Bruder Martin hat sich sehr über unsere Spende gefreut - es sind insgesamt
400 Euro geworden! Herzlichen Dank an Euch Alle!